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Jahrgang 7/97

Praxis - Wissenschaft - Originalia


Biochemische Analyse endobiontischer Strukturen aus dem menschlichen Blut, Teil II
Resultate weisen auf neue Zusammenhänge im Krebsgeschehen

Christopher Gerner

Schlüsselwörter:
Endobionten, Dunkelfeldkörperchen, Globin, Heinz'sche Körperchen, Hemi-Chrom, 2D-Elektrophorese.

Zusammenfassung:

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat Enderlein begonnen, den Pleomorphismus von Dunkelfeldkörperchen zu beschreiben, und formulierte 1925 seine Bakterien-Cyclogenie. Spätere Autoren (Bleker, Pekar, Ruzicka) bringen Dunkelfeldkörperchen mit malignen Erkrankungen in Verbindung. Die biochemische Präparation dieser Strukturen ergibt nunmehr klar, daß Globin den Hauptproteinanteil der "Protiten" darstellt. Die festgestellte Proteinzusammensetzung deckt sich biochemisch mit den in der Literatur bereits beschriebenen Heinz'schen Körperchen. Verschiedenen Beobachtungen und Beschreibungen liegt indes offensichtlich die Aggregation von Hemichrom zugrunde.

Praxis - Wissenschaft - Originalia


Die Aussagekraft der Bestimmung von Malondialdehyd (thiobarbitursäurereative Substanzen - TBARS) für die Bestimmung des antioxidativen Status

Eva-Maria Steinkellner

Schlüsselwörter:
Lipidperoxidation, Freie Radikale, Malondialdehyd, Thiobarbitursäurereaktion, Biomarker, Lebensstilfaktoren, Training, Helicobakter pylori.

Zusammenfassung:

Lipidperoxidation ist eine Reaktion, die in der Folge der Bildung von Freien Radikalen in Geweben und Zellen abläuft. Die oxidative Reaktion ist ein hervorragendes Phänomen des unkontrollierten oxidativen Stresses. Zwischen Lipidperoxidation und dem Ausmaß der Membranzerstörung besteht eine gute Korrelation.

Die Messung von Malondialdehyd (MDA) hat sich als anerkannte Methode etabliert, die Zerstörung von Lipidstrukturen durch Freie Radikale in vivo zu quantifizieren. Für die Bestimmung von MDA wird die Thiobarbituratsäurereaktion verwendet. Der rosafarbene Komplex wird direkt oder nach flüssigkeitschromatografischer Auftrennung photometrisch oder fluorimetrisch bestimmt. Da die Lipidperoxidation erst einsetzt, wenn die antioxidative Potenz der Enzymsysteme nicht mehr ausreicht, kann die MDA-Bestimmung die Bestimmung der Scavanger-Enzyme nicht ersetzen, ergänzt sie aber insoferne, als sie eine Aussage über den funktionellen Zustand bzw. die Reserven dieser Enzyme und deren Kompensationsfähigkeit gegenüber Freien Radikalen erbringen kann.


Psychoonkologie


Lebensqualität in der Onkologie - Zielsetzungen, Behandlungsebenen und Erfassung

Thomas Kamolz, Tanja Bammer, Rudolph Pointner

Schlüsselwörter:
Lebensqualität, Onkologie, Erfassungsmethoden, Inventare, Zielsetzungen.

Zusammenfassung:

Lebensqualität ist nicht gleichzusetzen mit mehr Menschlichkeit in der Onkologie, sondern ist ureigens als neutral und als Erweiterung bestehender Beurteilungskonzepte zu betrachten. Der vorliegende Überblicksartikel beschreibt die Notwendigkeit LQ-Daten in der Onkologie zu erfassen. Diese Erfassung bezieht sich einerseits auf die Beurteilung kurativ versus palliativer Behandlungsansätze und deren Auswirkungen auf das menschliche Dasein; andererseits auf psychosoziale und psychoonkologische Interventionen auf einer breiteren Ebene, um einem ganzheitlichen Ansatz gerecht zu werden. Weiters werden grundlegende Konzepte und Erfassungsmethoden dargestellt, weiche für unterschiedliche Behandlungsansätze im onkologischen Bereich relevant erscheinen und Informationen über den Zustand von Karzinompatienten zulassen.